Islands Geschichte

Wer in seinem Urlaub nicht immer nur am Strand liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen will der sollte mal seinen Urlaub in Island verbringen. Zugegeben, für den Badeurlaub sollte man eher woanders seinen Urlaub verbringen, aber abgesehen davon hat das Land unglaublich viel zu bieten. Um einen kleinen Einblick über den Inselstaat zu geben beginnen wir zuerst mit der Geschichte des Landes.

Historisches über Island

Die Insel wurde laut alten Wikingersagen um 870 vom schwedischen Wikinger Garad Svavarrson entdeckt, der Seefahrer soll in Husavik in Nordisland überwinter haben und gab der Insel schließlich ganz unbescheiden den Namen Gardarsholm, abgeleitet von seinem eigenen Vornamen. Ab dem 10. Jahrhundert kamen Siedler aus Norwegen und anderen skandinavischen Ländern sowie keltische Siedler auf die Insel. Die alten Sagen dürften jedoch nicht ganz zutreffen sein, denn Archäologen fanden ein aus dem 7. Jahrhundert stammendes Haus im tpyisch norwegischen Langhausstil.

Was für die damalige Zeit eine absolute Besonderheit war, ist die Tatsache, das es in Island seit seiner Besiedlung keinen König oder Fürst an der Spitze gab, sondern das sogenanne Althing – eine demokratische Versammlung aller freien Männer die gemeinsam entschieden. Damit gilt Island neben den Färörinseln und dem antiken Griechenland als eine der ersten Demokratien in Europa.

Im Jahr 1262 ging dieses demokratische System allerdings vorläufig unter als die Norweger Island eroberten, von da an herrschte der norwegische König über die Insel. Ab 1380 wurde Norwegen und damit auch Island von Dänemark aus beherrscht und war damit auch Teil der Kalmarer Union. Im Jahr 1904 gewährte Dänemark den Isländern Autonomie und ab 1918 war Island schließlich ein souveräner Staat, bis zur Ausrufung der isländischen Republik 1944 blieb aber der dänische König auch Staatsoberhaupt über Island. Die erste Universität des Landes wurde 1911 gegründet, im Jahr 1915 wurde das Wahlrecht für Frauen eingeführt, 1918 wurde erstmals die isländische Flagge gehisst.

Im Zweiten Weltkrieg war Island neutral, wurde aber von den Briten unter Missachtung der isländischen Neutralität besetzt um einer Invasion Deutschlands vorzubeugen. Die Briten wurden ab 1944 schließlich von den Amerikanern abgelöst. Seit 1946 ist Island Mitglied der UNO und war 1949 auch Gründungsmitglied der NATO. Seit 1994 ist Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums und 2001 trat es dem Schengener Abkommen bei. Seit der Wirtschaftskrise 2008/2009 bei dem der isländische Staat aufgrund der Bankenkrise fast bankrott gegangen wäre, hat Island sein Interesse an einem EU-Beitritt bekundet. Die isländische Regierung hat ein Ansuchen um Aufnahme in die EU gestellt und die EU Kommission hat mit Island Verhandlungen begonnen.

Das Land ist heute ein beliebter Tourisenmagnet, aufgrund der atemberaubenden Landschaft, der Ruhe und Abgeschiedenheit am Lande sowie des Nachtlebens in der Hauptstadt Reykjavik ist es auf jeden Fall mehr als nur einen Urlaub wert. Egal ob man nach einer Weiterbildung in Berlin oder einem Studium in Hamburg mal ausspannen will, in Island findet man perfekte Bedingungen dafür.

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